Emmi Pikler schreibt so schön über Kinder, was sich meiner Meinung nach durchaus auf die Erwachsenenwelt übertragen lässt:
"Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist. Ein Kind, das durch selbstständige Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wissen als eines, dem die Lösung fertig geboten wird. "
Dienstag, 26. Januar 2010
Montag, 25. Januar 2010
Glaubenssätze
Kürzlich fragte ein Freund, wie es sein kann, dass, obwohl ich, verglichen mit seiner behüteten Kindheit, eine doch anstrengende Zeit hinter habe, dass ich allem und jedem relativ offen und frohglaunt gegenüber trete und vergleichsweise wenig nachtragenden Hass in mir habe... Das war mir so gar nicht bewusst - ich denke es liegt unter anderem an meinen Glaubenssätzen, bzw. daran, dass ich schon ziemlich häufig untersucht habe, mir selbst nicht mehr alles geglaubt habe was ich mir über Jahre so eingeredet habe...
Bevor ich ein wenig mehr Bewusstsein entwickelte passierten die Dinge folgendermassen:
Ich sehe wie Vorbilder (zunächst als Kind) in der Welt agieren und erkläre mir unbewusst, warum sie so handeln. Dies wiederum ist beeinflusst durch meine Gefühle. Scheint die Erklärung richtig und gut, suche ich nach weiteren Beweisen dafür. Oder dagegen. Ich finde durch meinen Fokus immer mehr Beweise für oder gegen meine Vermutungen, das Ganze verfestigt sich. Bin ich zum Beispiel überzeugt, dass ich niemandem trauen darf, dann dann werde ich immer vorsichtig und skeptisch sein, mein ganzer Körper geht in Abwehr und das merkt wiederum mein Gegenüber. Vielleicht erscheine ich dadurch bedrohlich oder weniger vertrauenswürdig, der andere misstraut mir. Das festigt wiederum mein Misstrauen... und so weiter und so fort. Der Grundstein für eine wirklich feine Feindseligkeit ist so gelegt. Ist der andere deshalb wirklich böse? Nun wir haben dafür gesorgt dass er mindestens so aussieht...
Je länger ich dies betreibe um so sicherer kann ich sein, dass meine Überzeugung wirklich stimmen. Vielleicht sind andere der gleichen Meinung, das ganze wird noch einfacher. Tatsächlich nährt das ganze sich selbst, ein Selbstläufer, meine Überzeugung beeinflusst die Realität, die Ereignisse festigen meine Glaubenssätze.
Zeit, alles mal genau unter die Lupe zu nehmen.
Bevor ich ein wenig mehr Bewusstsein entwickelte passierten die Dinge folgendermassen:
Ich sehe wie Vorbilder (zunächst als Kind) in der Welt agieren und erkläre mir unbewusst, warum sie so handeln. Dies wiederum ist beeinflusst durch meine Gefühle. Scheint die Erklärung richtig und gut, suche ich nach weiteren Beweisen dafür. Oder dagegen. Ich finde durch meinen Fokus immer mehr Beweise für oder gegen meine Vermutungen, das Ganze verfestigt sich. Bin ich zum Beispiel überzeugt, dass ich niemandem trauen darf, dann dann werde ich immer vorsichtig und skeptisch sein, mein ganzer Körper geht in Abwehr und das merkt wiederum mein Gegenüber. Vielleicht erscheine ich dadurch bedrohlich oder weniger vertrauenswürdig, der andere misstraut mir. Das festigt wiederum mein Misstrauen... und so weiter und so fort. Der Grundstein für eine wirklich feine Feindseligkeit ist so gelegt. Ist der andere deshalb wirklich böse? Nun wir haben dafür gesorgt dass er mindestens so aussieht...
Je länger ich dies betreibe um so sicherer kann ich sein, dass meine Überzeugung wirklich stimmen. Vielleicht sind andere der gleichen Meinung, das ganze wird noch einfacher. Tatsächlich nährt das ganze sich selbst, ein Selbstläufer, meine Überzeugung beeinflusst die Realität, die Ereignisse festigen meine Glaubenssätze.
Zeit, alles mal genau unter die Lupe zu nehmen.
Donnerstag, 21. Januar 2010
Werten und Vergleichen
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
- Soren Kierkegaard -
Samstag, 7. November 2009
Kraft und wie ich sie einsetze
sondern darin, die Kraft richtig einzusetzen.
(unbekannter Verfasser)
Samstag, 25. Juli 2009
Das Prinzip des gebrochenen Herzens von Spezzano
"Jeder Bruch und jede Trennung zwischen uns und einem anderen Menschen oder gott wird sich in unseren Beziehungen bemerkbar machen."
Das Prinzip der Heilung
"Wenn wir unsere inneren Spaltungen heilen, werden wir auch die Trennung heilen und allen Menschen, aber auch Gott, näher kommen."
Spezzano, "Folge dem Ruf Deines Herzens", 2004
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Glück,
Heilung,
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Selbstliebe,
Veränderung
Sonntag, 19. Juli 2009
Über die Macht des Allmählichen
Ian Newby-Clark : Tropfen für Tropfen
Es gibt keine schnelle Lösungen. Dein Leben zu ändern braucht Zeit.
Wenn du tagein tagaus an etwas arbeitest, kannst du starke positive Veränderungen deines Lebens bewirken. Doch wenn du nicht dranbleibst, mögen die Ergebnisse enttäuschend sein. Noch so viele "Blitzlösungen", "Crashkurse" oder "Kurzdiäten" können Dir nicht die Ergebnisse bescheren, die in der Macht des Allmählichen liegen.
Ich schlage ein Experiment vor: Lass einen Wasserhahn tropfen – so wenig wie möglich, sodass er vielleicht nur zwei Tropfen pro Minute verliert. Stelle einen leeren Eimer darunter. Nun fahre fort mit deinem Tagwerk, vergiss den Wasserhahn. Wahrscheinlich brauche ich dir nicht einmal zu sagen, dass du den Wasserhahn vergessen sollst, es wird so oder so passieren. Irgendwann später geh mal am Eimer vorbei. Unglaublich – da ist eine Menge Wasser drin, vielleicht läuft der Eimer sogar schon über.
Das ist die Kraft des Allmählichen, der Effekt von kleinen Dingen die wieder und wieder (und wieder) geschehen.
Die Macht des Allmählichen verbirgt sich auch im Zinseszins.
Es gibt einen recht einfachen Weg eine vergleichsweise große Menge an Geld anzusparen. Er ist langsam, aber er funktioniert. Zahle so viel Geld wie möglich auf ein Sparkonto ein – ein ganz gewöhnliches, auf dem Zins und Zinseszins auflaufen. Je früher desto besser, also mach es gleich jetzt. Dann überweise regelmäßig Geld auf das Konto. Schau nicht auf den Kontoauszug, richte am besten einen Dauerauftrag ein, sodass du dich nicht mehr um das Konto zu kümmern brauchst. Schneller als du denkst ist es Zeit in den Ruhestand zu gehen. Heiliger Strohsack, du bist reich!
Die Macht des Allmählichen begegnet mir auch beim Schreiben von Texten.
Jeden Werktag schreibe ich für ungefähr zwei Stunden. Manchmal, besonders wenn ich an einer ersten Fassung arbeite, erscheinen mir die zwei Stunden wie verlorene Zeit, weil all mein Schreiben ein einziges Geplapper ist. Ich nehme mir das Textfragment am nächsten Tag erneut vor und überarbeite es. Und ich überabeite es am darauffolgenden Tag. Manchmal weiß ich einige Tage lang noch nicht mal, wohin mich das führt. Doch plötzlich, wie aus heiterem Himmel, fügt es sich zusammen. Tatsächlich gibt es dieses "plötzlich" nicht – vielmehr begegnet mir hier erneut die Kraft des Allmählichen.
Die Macht des Allmählichen kann sich entfalten, ganz einfach, weil viele kleine Dinge zu einer großen Sache werden, wenn man nur genug kleine Dinge hat. Gib ihm genug Zeit, und das unaufhörliche Tropfen des Wassers wird zu einem Ozean. Gib ihnen genug Zeit, und kleine regelmäßige Rücklagen wachsen zu einem kleinen Vermögen an. Gib ihm genug Zeit, und die beständige Arbeit an einem schrecklichen ersten Entwurf führt am Ende zu einer passablen Endversion.
Doch jetzt kommt´s: Wir neigen dazu, die Kraft des Allmählichen mit Verwunderung zur Kenntnis zu nehmen. Wir sind erstaunt über die Menge an Wasser im Eimer, über die Höhe unseres Bankguthabens, über die Schönheit unseres Textes.
Das ist so, weil wir dem Dringlichen, den gewichtig daherkommenden Dingen und den sensationellen, Furore machenden Neuigkeiten große Aufmerksamkeit schenken. Wir jammern über den Tod unserer Lieblings-Schauspielerin oder über die Opfer des jüngsten Flugzeugabsturzes, aber die Informationen über die AIDS-Pandemie in Afrika nehmen wir nur am Rande wahr und sie berühren uns nur wenig. Wir bewundern einen wunderschönen Satz und vergessen die Stunden unerbittlichen Feilens, die es brauchte, ihn genau so hinzubekommen.
Lasst uns dieser Tendenz von uns bewusst sein. Wenn wir uns von den dringlichen, gewichtig daherkommenden Dingen und den sensationellen Neuigkeiten ablenken lassen, gerät die Kraft des Allmählichen in Vergessenheit.
Erinnere dich an die Macht des Allmählichen, besinne dich auf sie in deinen dunklen Momenten. Entspanne dich. Bleib dran. Es wird kommen.
Ian Newby-Clark ist Professor für Psychologie. Seine Arbeit ist der Erforschung unserer Gewohnheiten gewidmet. Praktisch umsetzbare Hilfestellungen für eine dauerhaften Wandel ungeeigneter Gewohnheitsmuster bietet er auf seiner Website My Bad Habits.
Dieser Artikel wurde erstmals auf der Website zenhabits.net unter dem Titel The Power of Gradual veröffentlicht. Übersetzung: Dirk Henn.
Es gibt keine schnelle Lösungen. Dein Leben zu ändern braucht Zeit.
Wenn du tagein tagaus an etwas arbeitest, kannst du starke positive Veränderungen deines Lebens bewirken. Doch wenn du nicht dranbleibst, mögen die Ergebnisse enttäuschend sein. Noch so viele "Blitzlösungen", "Crashkurse" oder "Kurzdiäten" können Dir nicht die Ergebnisse bescheren, die in der Macht des Allmählichen liegen.
Ich schlage ein Experiment vor: Lass einen Wasserhahn tropfen – so wenig wie möglich, sodass er vielleicht nur zwei Tropfen pro Minute verliert. Stelle einen leeren Eimer darunter. Nun fahre fort mit deinem Tagwerk, vergiss den Wasserhahn. Wahrscheinlich brauche ich dir nicht einmal zu sagen, dass du den Wasserhahn vergessen sollst, es wird so oder so passieren. Irgendwann später geh mal am Eimer vorbei. Unglaublich – da ist eine Menge Wasser drin, vielleicht läuft der Eimer sogar schon über.
Das ist die Kraft des Allmählichen, der Effekt von kleinen Dingen die wieder und wieder (und wieder) geschehen.
Die Macht des Allmählichen verbirgt sich auch im Zinseszins.
Es gibt einen recht einfachen Weg eine vergleichsweise große Menge an Geld anzusparen. Er ist langsam, aber er funktioniert. Zahle so viel Geld wie möglich auf ein Sparkonto ein – ein ganz gewöhnliches, auf dem Zins und Zinseszins auflaufen. Je früher desto besser, also mach es gleich jetzt. Dann überweise regelmäßig Geld auf das Konto. Schau nicht auf den Kontoauszug, richte am besten einen Dauerauftrag ein, sodass du dich nicht mehr um das Konto zu kümmern brauchst. Schneller als du denkst ist es Zeit in den Ruhestand zu gehen. Heiliger Strohsack, du bist reich!
Die Macht des Allmählichen begegnet mir auch beim Schreiben von Texten.
Jeden Werktag schreibe ich für ungefähr zwei Stunden. Manchmal, besonders wenn ich an einer ersten Fassung arbeite, erscheinen mir die zwei Stunden wie verlorene Zeit, weil all mein Schreiben ein einziges Geplapper ist. Ich nehme mir das Textfragment am nächsten Tag erneut vor und überarbeite es. Und ich überabeite es am darauffolgenden Tag. Manchmal weiß ich einige Tage lang noch nicht mal, wohin mich das führt. Doch plötzlich, wie aus heiterem Himmel, fügt es sich zusammen. Tatsächlich gibt es dieses "plötzlich" nicht – vielmehr begegnet mir hier erneut die Kraft des Allmählichen.
Die Macht des Allmählichen kann sich entfalten, ganz einfach, weil viele kleine Dinge zu einer großen Sache werden, wenn man nur genug kleine Dinge hat. Gib ihm genug Zeit, und das unaufhörliche Tropfen des Wassers wird zu einem Ozean. Gib ihnen genug Zeit, und kleine regelmäßige Rücklagen wachsen zu einem kleinen Vermögen an. Gib ihm genug Zeit, und die beständige Arbeit an einem schrecklichen ersten Entwurf führt am Ende zu einer passablen Endversion.
Doch jetzt kommt´s: Wir neigen dazu, die Kraft des Allmählichen mit Verwunderung zur Kenntnis zu nehmen. Wir sind erstaunt über die Menge an Wasser im Eimer, über die Höhe unseres Bankguthabens, über die Schönheit unseres Textes.
Das ist so, weil wir dem Dringlichen, den gewichtig daherkommenden Dingen und den sensationellen, Furore machenden Neuigkeiten große Aufmerksamkeit schenken. Wir jammern über den Tod unserer Lieblings-Schauspielerin oder über die Opfer des jüngsten Flugzeugabsturzes, aber die Informationen über die AIDS-Pandemie in Afrika nehmen wir nur am Rande wahr und sie berühren uns nur wenig. Wir bewundern einen wunderschönen Satz und vergessen die Stunden unerbittlichen Feilens, die es brauchte, ihn genau so hinzubekommen.
Lasst uns dieser Tendenz von uns bewusst sein. Wenn wir uns von den dringlichen, gewichtig daherkommenden Dingen und den sensationellen Neuigkeiten ablenken lassen, gerät die Kraft des Allmählichen in Vergessenheit.
Erinnere dich an die Macht des Allmählichen, besinne dich auf sie in deinen dunklen Momenten. Entspanne dich. Bleib dran. Es wird kommen.
Ian Newby-Clark ist Professor für Psychologie. Seine Arbeit ist der Erforschung unserer Gewohnheiten gewidmet. Praktisch umsetzbare Hilfestellungen für eine dauerhaften Wandel ungeeigneter Gewohnheitsmuster bietet er auf seiner Website My Bad Habits.
Dieser Artikel wurde erstmals auf der Website zenhabits.net unter dem Titel The Power of Gradual veröffentlicht. Übersetzung: Dirk Henn.
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Lernen,
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Ziele
Donnerstag, 16. Juli 2009
Bewusstsein und positiver Fokus
In den letzten Tagen begreife ich immer mehr dass es nicht darum geht, die Dinge um mich herum oder mich zu verändern, sondern zunächst zu begreifen wie ich funktioniere. Meine Energie dann auf positive Lösungen zu lenken fällt mir immer leichter, zu erspüren: wie möchte ich denn sein, was tut mir gut, was möchte ich in meinem Leben haben. Walsh nennt dies so in etwa: In der Welt ausdrücken und zeigen, wer ich bin. Mich also bei allem fragen:
Ist dies das, das zeigt, wer ich wirklich bin....Ist dies mein wahrer Selbstausdruck?
Ich gehöre wohl zu den Menschen die dies meist im Ausprobieren erspüren/lernen, ich muss schmecken riechen hören fühlen und kann dann sagen: Ja will ich, oder eben nicht. Ein guter Freund von mir (Grafiker und Künstler) kann dies durch reines Visualisieren.
Jeder auf seine Weise, im Ergebnis und in der Zeitspanne waren wir bislang im Grunde sogar auf einer Wellenlänge, lediglich der Weg dorthin beschrieb zwei ganz unterschiedliche Abenteuer in dieser Welt....:)
Ist dies das, das zeigt, wer ich wirklich bin....Ist dies mein wahrer Selbstausdruck?
Ich gehöre wohl zu den Menschen die dies meist im Ausprobieren erspüren/lernen, ich muss schmecken riechen hören fühlen und kann dann sagen: Ja will ich, oder eben nicht. Ein guter Freund von mir (Grafiker und Künstler) kann dies durch reines Visualisieren.
Jeder auf seine Weise, im Ergebnis und in der Zeitspanne waren wir bislang im Grunde sogar auf einer Wellenlänge, lediglich der Weg dorthin beschrieb zwei ganz unterschiedliche Abenteuer in dieser Welt....:)
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